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HBS-Projekt zu Energieunternehmen als Grundversorger

Kurzdarstellung:

Projektlaufzeit: 01. September 2012 bis 31. Dezember 2015

Projekttitel:

"Energieunternehmen zwischen Marktlogik und öffentlichem Grundversorgungsauftrag im deutsch-britischen Vergleich. Die sozialpolitische Bedeutung von Energieunternehmen im Kontext europäischer Liberalisierungspolitik."

Projektleitung:

Prof. Dr. Johanna Mierendorff;

Dipl. Soz. Holger Backhaus-Maul

Mitarbeiter: Martin Kunze M.A.

Fördermittelgeber: Hans-Böckler-Stiftung    

Zusammenfassung:

Gegenstand des abgeschlossenen Forschungsprojektes ist die sozialpolitische Rolle privatgewerblicher Unternehmen in der öffentlichen Grundversorgung. Untersucht wurde diese Frage im deutsch-britischen Vergleich.

Vor dem Hintergrund zunehmender Risiken gesellschaftlicher Exklusion wurde die sozialpolitische Bedeutung und Rolle von Unternehmen im Bereich der öffentlichen Energiegrundversorgung untersucht. Der Zugang und die Verfügbarkeit über Energie ist in modernen Gesellschaften Grundvoraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Unter den Bedingungen der europäischen Marktliberalisierung erfolgt die konkrete Leistungserbringung im Bereich der öffentlichen Grundversorgung verstärkt durch privatwirtschaftliche Unternehmen, wobei Spannungen zwischen der wirtschaftlichen Logik von Profitmaximierung (Marktlogik) und der gesellschaftlichen Logik sozialer Inklusion entstehen.

In dem dreijährigen Forschungsprojekt wurde dafür eine Politikfeldanalyse der öffentlichen Grundversorgung durchgeführt. Des weiteren wurden Energieversorgungsunternehmen in Deutschland und in Großbritannien in Form organisationsbezogener Fallstudien untersucht und systematisch miteinander vergliechen. Von besonderem Interesse war, wie Unternehmen in der öffentlichen Grundversorgung vor dem Hintergrund verschiedener nationaler Wohlfahrtsregimetypen und einer europäischen Politik der Marktliberalisierung mit sozialpolitischen Problemen konfrontiert werden, mit welchen Ideen, Deutungen und Strategien sie darauf reagieren und welche Konsequenzen sich daraus jeweils für die öffentliche Grundversorgung ergeben.

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