Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Forschung

Entwicklungspotenziale gesellschaftlichen Engagements (CSR) von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Sachsen-Anhalt. Eine qualitative Analyse

Projektleiter an der Martin-Luther-Universität:

Holger Backhaus-Maul

Projektmitarbeiter:

Tobias Kolasinski

Laufzeit:

01. Oktober 2014 bis 31. März 2016


Fördermittelgeber:

Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt    

Über das Projekt:

Seit  2012 wird an der Philosophischen Fakultät III das gesellschaftliche Engagement (CSR) von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit Förderung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales empirisch untersucht. An die quantitative Untersuchung (www.philfak3.uni-halle.de/paedagogik/rvo/publikationen/ ) knüpft diese vertiefende qualitative Untersuchung an.

Dem Forschungsprojekt liegt u.a. der quantitative Befund zugrunde, dass sich KMU vorwiegend in gesellschaftlichen Bereichen engagieren, die sie für ihr Unternehmen als vor Ort unmittelbar relevant einschätzen. Um das gesellschaftliche Engagement von KMU in Sachsen-Anhalt in seiner Vielfalt und seinen spezifischen lokalen Ausprägungen beschreiben und analysieren zu können, werden exemplarisch eine Stadt und ein Landkreis ausgewählt, die sich in ihren sozialstrukturellen und wirtschaftlichen Merkmalen möglichst weitgehend unterscheiden. In den ausgewähltend Untersuchungsregionen sollen qualitative Experteninterviews mit Eigentümern/Eigentümerinnen, Geschäftsführerinnen/Geschäftsführern und leitenden Mitarbeitenden von KMU geführt werden, um die Anlässe, Begründungen und Rahmenbedingungen von Engagement und Enthaltsamkeit zu untersuchen.



Energieunternehmen zwischen Marktlogik und öffentlichem Grundversorgungsauftrag im deutsch-britischen Vergleich

Die sozialpolitische Bedeutung von Energieunternehmen im Kontext europäischer Liberalisierungspolitik.

Projektleiter/in:

Holger Backhaus-Maul

Prof. Dr. Johanna Mierendorff

Projektmitarbeiter:

Martin Kunze

Studentische Mitarbeiter/innen:

Holger Ruhland

Deborah Will

Laufzeit:

01. September 2012 bis 31. Dezember 2015

Fördermittelgeber:

Hans-Böckler-Stiftung   

Kurzfassung:

Gegenstand des Forschungsvorhabens ist die sozialpolitische Rolle privatgewerblicher Unternehmen in der öffentlichen Grundversorgung im deutsch-britischen Vergleich.

Vor dem Hintergrund zunehmender Risiken gesellschaftlicher Exklusion soll die sozialpolitische Bedeutung und Rolle von Unternehmen im Bereich der öffentlichen Energiegrundversorgung untersucht werden. Der Zugang und die Verfügbarkeit über Energie ist in modernen Gesellschaften Grundvoraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Unter den Bedingungen der europäischen Marktliberalisierung erfolgt die konkrete Leistungserbringung im Bereich der öffentlichen Grundversorgung verstärkt durch privatwirtschaftliche Unternehmen, wobei Spannungen zwischen der wirtschaftlichen Logik der Profitmaximierung (Marktlogik) und der gesellschaftlichen Logik der sozialen Inklusion entstehen.

In dem auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekt sollen eine Politikfeldanalyse der öffentlichen Grundversorgung durchgeführt und Energieversorgungsunternehmen in Deutschland und in Großbritannien in Form organisationsbezogener Fallstudien untersucht und systematisch verglichen werden. Von besonderem Interesse ist insofern, wie Unternehmen in der öffentlichen Grundversorgung vor dem Hintergrund verschiedener nationaler Wohlfahrtsregimetypen und einer europäischen Politik der Marktliberalisierung mit sozialpolitischen Problemen konfrontiert werden, mit welchen Ideen, Deutungen und Strategien darauf reagieren und welche Konsequenzen sich daraus für öffentliche Grundversorgung ergeben.


Engagementpotentiale in der Freien Wohlfahrtspflege -
Vorstellungen, Potenziale, Rahmenbedingungen und Strategien

Engagement war konstitutiv für die Gründung der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland, dient als Begründung für deren gesellschaftspolitische Stellung und ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil in der Leistungsproduktion sozialer Dienste und Einrichtungen.

Im Prozess gesellschaftlichen Wandels hat sich auch Engagement ausdifferenziert und verändert. Begriffe, wie insbesondere ehrenamtliches, freiwilliges und bürgerschaftliches Engagement, bringen die vielfältigen Ausprägungen und den differenzierten Bedeutungsgehalt des Engagements zu Ausdruck. Und innerhalb der Freien Wohlfahrtspflege selbst haben die Professionalisierung der sozialen Arbeit und die sozialwirtschaftliche Ausrichtung der Dienste und Einrichtungen die Entwicklungsdynamik und den Bedeutungswandel des Engagements ihrerseits erheblich beschleunigt und grundlegend geprägt.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welchen Stellenwert und welche Bedeutung Engagement in der Freien Wohlfahrtspflege als politische Legitimationsgrundlage, Bestandteil des verbandlichen Selbstverständnisses und als Ressource der Dienstleistungsproduktion mittlerweile hat.

Im Rahmen einer umfassenden empirischen Forschung sollen die Ausprägungen und Potenziale des Engagements sowie die organisationsstrategischen Faktoren und institutionellen Rahmenbedingungen anhand der exemplarisch ausgewählten Landesverbände des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Thüringen sowie deren Mitgliedsorganisationen untersucht werden.

Im Mittelpunkt stehen dabei folgende Fragestellungen:

  • Welchen Stellenwert und Umfang hat Engagement in der Freien Wohlfahrtspflege und ihren Mitgliedsorganisationen?
  • Welche Ideen, Vorstellungen und Perspektiven zur Entwicklung des Engagements werden in der Freien Wohlfahrtspflege und ihren Mitgliedsorganisationen vertreten?
  • Welche Steuerung, Koordination und Strategien werden in der Freien Wohlfahrtspflege und ihren Mitgliedsorganisationen in Engagementangelegenheiten praktiziert?

Die empirische Untersuchung gliedert sich in einen qualitativen und einen quantitativen Teil:

  • Qualitativer Teil: Zur Untersuchung der engagementbezogenen Erfahrungen und Erwartungen sowie Vorstellungen und Deutungen im Paritätischen Wohlfahrtsverband werden leitfadengestützte Experteninterviews mit Führungs- und Leitungskräften der Landesverbände des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und seiner Mitgliedsorganisationen in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Thüringen sowie den zuständigen Mitarbeitern im Bundesverband geführt. Ergänzend werden thematisch relevante Dokumente der Landesverbände und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie des Bundesverbandes inhaltsanalytisch untersucht.
  • Quantitativer Teil: Zur Untersuchung der aktuellen Situation des Engagements im Paritätischen Wohlfahrtsverband wird eine quantitative Befragung der verantwortlichen Führungs- und Leitungskräfte der ausgewählten Landesverbände und ihrer Mitgliedsorganisationen in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Thüringen durchgeführt. Im Mittelpunkt der quantitativen Befragung stehen die spezifischen Ausprägungen, der Umfang und der Stellenwert sowie die organisatorischen Rahmenbedingungen des Engagements in den Verbänden und ihren Mitgliedsorganisationen.

Projektlaufzeit:

01.02.2012 - 31.01.2014

Projektleitung:

Fördermittelgeber:

Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e.V. und die Paritätischen Landesverbände Berlin, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Gefördert von der Aktion Mensch e.V.

Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen:

Wissenschaftliche Hilfskräfte:

Ergebnisse und Handlungsempfehlung der Studie
Ergebnisse und Handlungsempfehlung Studie Engagementpotent.dat.pdf (567,6 KB)  vom 30.07.2014

Publikation im NDV: "Ein  mutiger Blick beim Fahren in den Rückspiegel: Über Vorstellungen und  Ausprägungen des Engagements in der Freien Wohlfahrtspflege"
Freie-Wohlfahrtspflege_NDV-7-2014.pdf (589,3 KB)  vom 14.07.2014

Gesellschaftliche Verantwortung im Mittelstand. Gesellschaftliches und ökologisches Engagement von klein- und mittelständischen Unternehmen in Sachsen-Anhalt

Kooperationspartner:

Bildungswerk der Wirtschaft in Sachsen-Anhalt  (BWSA) e.V. und Bund  für Umwelt und Naturschutz (BUND)/Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.

Projektlaufzeit: 01.03. 2012 - 31.12.2014

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds

Projektleitung: Holger Backhaus-Maul in Zusammenarbeit mit Martin Kunze

Mitarbeiter/-in: Franziska Mittelstädt und Tobias Kolasinski

Wissenschaftliche Hilfskraft: Björn Hofmann

Soziale und ökologische Verantwortungsübernahme  durch Unternehmen  wird im fachlichen Diskurs zunehmende Bedeutung zugeschrieben.  Untersuchungen zeigen, dass sich Unternehmen seit jeher in allen  gesellschaftlichen Feldern engagiert haben. Veränderungen können in der  strategischen Ausrichtung von unternehmerischem Engagement beobachtet  werden. Gründungen von Abteilungen für „Corporate Social Responsibility“  - vorwiegend in großen Unternehmen - sind ein deutlicher Indikator  hierfür. Währenddessen ist gesellschaftliches Engagement von klein- und  mittelständischen Unternehmen (KMU) traditionell stärker mit regionalen  und lokalen Themen und Bedarfe verbunden.

Im Rahmen des Projektes sollen die Dimensionen sozialer und  ökologischer Verantwortung von klein- und mittelständischen Unternehmen  in Sachsen-Anhalt quantitativ erhoben werden.  In der damit ersten  Untersuchung dieser Art in Sachsen-Anhalt wird erhoben, wie sich welche  Unternehmen in sozialen und ökologischen Belangen engagieren. Die  empirische Bestandsaufnahme soll es ermöglichen, das Engagement etwa  nach Branchen, Regionen, Unternehmensgrößen, Anlässen sowie  Engagementbereichen und ‐instrumenten differenziert darzustellen. Die  Erhebung basiert auf der Grundgesamtheit aller Unternehmen in  Sachsen‐Anhalt, wovon eine repräsentative Auswahl der Unternehmen  (gewichtet nach Unternehmensgröße, Branchenzugehörigkeit, regionaler  Verankerung) im Herbst dieses Jahres telefonisch befragt wird.

Das Teilprojekt unterstützt in diesem Sinne die Beratungsleistungen der Kooperationspartner mit wissenschaftlicher Expertise.

Forschungsbericht Gesellschaftliches und ökologisches Engagement
2014.01.19_Forschungsbericht_CSRinKMU_Online.pdf (1,9 MB)  vom 28.01.2014

Das Verhältnis von Bildungs- und Wirtschaftssystem am Beispiel von Kooperationen zwischen Schule und Unternehmen

Das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen im Bildungssystem - einem bisher hoheitlich geprägten Gesellschaftsbereich - verdeutlicht exemplarisch den gesellschaftlichen Bedeutungs- und Rollenwandel von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Im Rahmen des Forschungsprojekts sollen aus sozialwissenschaftlicher Perspektive die Verlaufsmuster und (nicht-intendierten) Effekte sowie die Deutungen der Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen, die sich zunehmend im Bildungsbereich engagieren, detailliert analysiert werden. Die fachliche und wissenschaftliche Diskussion hierzu befindet sich noch am „Anfang“, wobei aber verschiedene Formen der Kooperation zwischen Schulen und Unternehmen materialreich beschrieben werden. Darüber hinaus liegen bisher jedoch keine wissenschaftlichen Aussagen über das Zustandekommen und die Entwicklung sowie die Deutungen und programmatischen Darstellungen dieser Kooperationen zwischen völlig unterschiedlichen Organisationen vor.

Angesichts dieses Forschungsdesiderats ergeben sich insbesondere folgende Fragestellungen:

a) Wie und durch wen werden die Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen initiiert? Hierbei stehen organisierte Akteure und institutionelle Rahmenbedingungen im Mittelpunkt.

b) Welche Konzeptionen und Programme liegen den Kooperationen zugrunde? Hier sollen die formalen Strukturen der Zusammenarbeit, d.h. Regeln und Erwartungen, sowie deren informelle Ausgestaltung untersucht werden.

c) Wie deuten und bewerten die beteiligten Akteure die jeweiligen Kooperationen sowie deren Effekte? Diese Frageperspektive soll einen kontrastiven Vergleich von Kooperationserwartungen und konkreten Erfahrungen ermöglichen.

Auf dieser Grundlage sollen im Rahmen einer sekundäranalytischen Recherche exemplarische Kooperationen zwischen Schulen und Unternehmen identifiziert und in Form qualitativer Fallstudien bearbeitet werden.

Projektlaufzeit:

01.09.2010 - 31.08.2013

Fördermittelgeber:

WGZ BANK AG (Düsseldorf) und Aktive Bürgerschaft e.V. (Berlin)

Wissenschaftlicher Mitarbeiter:

Peter Friedrich


International: Engagiert. Studiert.

Das Lehr- und Forschungsprojekt „International: Engagiert. Studiert.“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zielt auf die verbesserte gesellschaftliche Teilhabe internationaler Studierender am Studienort Halle ab. Im Rahmen eines Studienmoduls, das sich an alle Bachelor-Studierenden der MLU richtet, engagieren sich internationale Studierende in gemeinnützigen Projekten. Diese Projekte entwickeln und realisieren sie unter Beteiligung von Non-Profit-Organisationen, privatgewerblichen Unternehmen und öffentlichen Trägern. Dadurch knüpfen sie soziale und fachliche Kontakte innerhalb und außerhalb der Universität und erhalten Einblicke in die Gesellschaft vor Ort. Internationale Studierende eröffnen sich damit gemeinsam mit deutschen Studierenden Kommunikationsmöglichkeiten sowie Organisations- und Tätigkeitsstrukturen und erweitern ihre fachbezogenen sowie methodischen Kompetenzen.

Das Projekt „International: Engagiert. Studiert.“ ist eine Gemeinschaftsinitiative der Philosophischen Fakultät III (Erziehungswissenschaft), des Akademischen Auslandsamtes sowie des Prorektors für Studium und Lehre der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Das zugrunde liegende Lern- und Lehrkonzept „Service Learning“ wird seit dem Wintersemester 2007/2008 an der Martin-Luther-Universität angewandt und mit Unterstützung der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. konkret umgesetzt. Mit der Implementation von Service Learning in Universität und Gesellschaft betritt die Martin-Luther-Universität gemeinsam mit den im Hochschulnetzwerk Bildung und Verantwortung zusammengeschlossenen Hochschulen im deutschsprachigen Raum Neuland in Lehre und Forschung sowie in der Selbstverortung der Universität in der Gesellschaft.

Seit August 2010 fördert der DAAD im Rahmen des Programms PROFIN (http://www.daad.de/profin   ) die gesellschaftliche Teilhabe internationaler Studierender. Das Service Learning Angebot "International: Engagiert. Studiert." an der Martin-Luther-Universität verknüpft daher gezielt gesellschaftliches Engagement mit universitärer Lehre und Forschung.

Projektlaufzeit:

1.7.2010-31.7.2012

Kooperationspartner:

Prorektor für Studium und Lehre, Akademisches Auslandsamt und Philosophische Fakultät III (Erziehungswissenschaft)

Fördermittelgeber:

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)/Programm PROFIN (http://www.daad.de/profin   ) und Prorektor für Studium und Lehre

Wissenschaftliche Mitarbeiterin:

Wissenschaftliche Hilfskraft:

Kooperationspartner für die konkrete Umsetzung

Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. (Leitung: Ines Jaschinski-Kramer, Mitarbeiterin: Jenny Webe www.freiwilligen-agentur.de    )

Weitere Kooperationspartner

Agentur Mehrwert (www.agentur-mehrwert.de    ) und Hochschulnetzwerk Bildung durch Verantwortung (www.netzwerk-bdv.de/content/home/index.html    )

Auszeichnungen

"Engagiert.Studiert." wurde ausgewählt als "Hochschulperle des Monats Februar 2011" vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft http://www.stifterverband.info/wissenschaft_und_hochschule/hochschulperle/2011-02/index.html   

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