Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Annegret Frindte

Kontakt

Annegret Gaßmann M.A.

Telefon: +49 (0) 345-55 23802

Franckesche Stiftungen
Franckeplatz 1, Haus 3, 2. OG,
Raum 2.11
06110 Halle (Saale)

Sprechstunde: Montag: 09.00 - 10.00 Uhr über MLUConf
Link: https://mluconf.uni-halle.de/b/ann-7kh-ete
Passwort: 463033
Die regelmäßige Sprechstunde beginnt am 26.04.

Postanschrift:
Annegret Gaßmann M.A.
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Philosophische Fakultät III
Institut für Pädagogik
06099 Halle (Saale)

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Annegret Gaßmann, geb. Frindte M.A.

Forschungsinteressen

  • Sozialwissenschaftliche Care-Debatte
  • Fürsorge und Sozialpädagogik
  • Sorge und alltägliche Lebensführung zwischen Institutionen
  • Sozialwissenschaftliche Kindheitsforschung
  • Familiensoziologie und Kultur der Elternschaft
  • Elementarpädagogik
  • Qualitative und quantitative Methoden, insbesondere Grounded Theory

Lebenslauf

Seit 10/2015Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt Pädagogik der frühen Kindheit, Institut für Pädagogik, Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg
01/2018- 02/2019 Elternzeit
20161. Forschungsförderpreis der Philosophischen Fakultät III des Instituts für Pädagogik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für die Masterarbeit
„Zur Organisation von Sorge- und Betreuungsverhältnissen in der frühen Kindheit – Erzieherinnen zwischen familialer Sorge und öffentlicher Dienstleistung“
10/2012 – 09/2015Master-Studium der Erziehungswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg, Abschluss: Master of Arts
10/2009 – 09/2012Bachelor-Studium der Erziehungswissenschaft und Soziologie an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg, Abschluss: Bachelor of Arts

Forschungsbezogene (Lehr)Tätigkeiten

Seit Januar 2021Mitarbeit Forschungsprojekt: "Die Aushandlung von Notbetreuungsansprüchen im Elementarbereich am Beispiel Sachsen-Anhalts" (A. N. E. B.)
Link: https://paedagogik.uni-halle.de/arbeitsbereich/paedagogik_der_fruehen_kindheit/forschungsprojekte/3080888_3347925/
Lehre seit WS 2016/2017Das Gute-Kita-Gesetz - Aktuelle Qualitätsentwicklungen im Elementarbereich (Seminar)
Mütterlichkeit und Frühpädagogik - Verbindungslinien (Seminar)
Take Care - Grundlagen einer Ethik der Achtsamkeit (Seminar)
Das Kind im Mittelpunkt? - Elementarpädagogische Konzepte zwischen Individuum und Gesellschaft (Seminar)
Zwischen Bildung, Erziehung und Betreuung - frühpädagogische Feldbewegungen (Seminar)
Reflexion eines dialektischen Verhältnisses von Wissen und Können - Prakitkumsnachbereitung (Seminar)
Care Crisis und Sozialpädagogik - differente Perspektiven (Seminar)
Praktikumsvorbereitung (Seminar)
Qualitätssemantik im Elementarbereich (Seminar)
Einführung in die Elementarpädagogik (Seminar)
Fürsorge und Sorge in Institutionen Sozialer Arbeit (Seminar)
Einführung in Wissenschaftliches Denken und Arbeiten (Seminar)
10/2011 – 09/2015Wissenschaftliche Hilfskraft im DFG-Projekt „Elementare Bildung und Distinktion“; 2. Teilprojekt der Forschergruppe „Mechanismen der Elitebildung im deutschen Bildungssystem“ am Zentrum für Schul- und Bildungsforschung, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Projektleitung: Prof. Mierendorff)
seit 10.2015 Assoziierte Mitarbeiterin
10/2014 – 02/2015Tutorin der Vorlesung „Einführung in die Sozialpädagogik“ am Lehrstuhl für Sozialpädagogik mit dem Schwerpunkt der Pädagogik der frühen Kindheit, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
05/2013 – 09/2013Werkstudentin bei der Erstellung des quantitativen Ergebnisberichtes im Projekt „Evaluation von Ganztagsschulen in Brandenburg“ am Arbeitsbereich Sozialpädagogik/Sozialpolitik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Projektleitung: Prof. Olk)
04/2011 – 08/2011
und
04/2012 - 08/2012
Tutorin zur Lehrveranstaltung „Methoden der Datenerhebung und der Auswertung qualitativer Daten mit Projektarbeit“ am Lehrstuhl Sozialstrukturanalyse, Institut für Soziologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Praxiserfahrungen

2011 Praktikum im Institut bildung:elementar, Halle (Saale)

2011 Studentische Mitarbeiterin in der Zentralen Universitätsverwaltung, Abteilung 3 – Personal, Referat 3.2 Personalentwicklung insb. Aus- und Weiterbildung, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

2008/2009 Mitarbeit im Katholischen Kindergarten, Mühlhausen

Hochschulpolitische Tätigkeiten

seit 2021 Mitarbeit im Studien- und Prüfungsausschuss des BA/MA-Studiengangs Erziehungswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

10/2013 – 09/2015 Mitarbeit in der 'Institutsgruppe Pädagogik' (IG-Päd.), Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

04/2014 – 09/2015 Öffentlichkeitsreferentin im 'Arbeitskreis Studieren mit Kind' des Studierendenrates, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Vorträge

Frindte, A. (7/2019): "Die Schul- bzw. Zuckertüte  als 'EinschulungsDING‘.– Überlegungen zur Bedeutung von Dingen/Objekten  am Übergang in die Grundschule." Vortrag im Rahmen der Tagung 'Dinge der Kindheit - Dinge der Jugend', Universität Koblenz-Landau. (zusammen mit Gesine Nebe).

Frindte, A. (5/2019): "Interdependente Sorgetätigkeiten in Kitas - Perspektivierungen frühpädagogischer Fachkräfte." Vortrag im Rahmen der Arbeitsgruppe "Entgrenzungen zwischen Familie und Kitas aus der Perspektive frühpädagogischer Akteure" auf der DGfE-Kommissionstagung Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit an der Leuphana Universität Lüneburg.

Frindte, A. (5/2019): "Parenting zwischen privat-familialer und öffentlich-institutioneller Sphäre." Vortrag im Rahmen der Arbeitsgruppe "Familialität in den Erziehungshilfen und Kindertageseinrichtungen" auf der DGfE-Kommissionstagung Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit an der Leuphana Universität Lüneburg. (zusammen mit Johanna Mierendorff).

Frindte, A. (6/2016): "Prozesse der Aushandlung - Perspektiven frühpädagogischer Fachkräfte auf Ihre (Arbeits)beziehungen zu Eltern." Vortrag auf dem Vernetzungsworkshop der DFG-Forschergruppe "Mechanismen der Elitebildung im Deutschen Bildungssystem" am Zentrum für Schul- und Bildungsforschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Frindte, A. (9/2015): "What sweet memories  of starting school are made of in Germany: The Zuckertüte in memories of  people starting school between 1938 and 1998." Vortrag im Rahmen der 25. EECERA (European Early Childhood Education Research Association) Conference, Universitat Autònoma de Barcelona. (zusammen mit Gesine Nebe).

Publikationen

  • Gaßmann, A. & Mierendorff, J. (2021): Parenting und institutionelle Kindertagesbetreuung - Entscheidungs- und Gestaltungsaufgaben von Eltern unter Optimierungsdruck. Weinheim/Basel: VerlagBeltz Juventa. In: Sektion Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit (Hrsg.): Familie im Kontext kindheits- und sozialpädagogischer Institutionen, S. 141-154.
  • Gaßmann, A. (im Erscheinen, 2021): Rezension von Anne-Christin Schondelmayer/Christine Riegel/Sebatian Fitz-Klausner (2021) (Hrsg.) Familie und Normalität. Diskurse, Praxen und Aushandlungsprozesse. Opladen, Berlin & Toronto: Verlag Barbara Budrich. In: Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation. 41 (2).
  • Gaßmann, A. (im Erscheinen, 2021): Parenting und institutionelle Kindertagesbetreuung. Entscheidungs- und Gestaltungsaufgaben von Eltern unter Optimierungsdruck. In: DGfE Sektion Sozialpädagogik und Pädagogik der frühen Kindheit (Hrsg.): Familie im Kontext pädagogischer Institutionen. Theoretische Perspektiven und empirische Zugänge. Juventa: Weinheim. (zusammen mit Johanna Mierendorff)
  • Gaßmann, A. (2021): Die Zuckertüte als Einschulungsding. Überlegungen zur Bedeutung von Dingen im Übergangsprozess von der KiTa in die Grundschule. In: Götte, P./ Waburg, W. (Hrsg.): Den Dingen auf die Spur kommen. Wiesbaden: Springer, S. 175-196. (zusammen mit Gesine Nebe)
  • Gaßmann, A. (2020): Fremdbetreuung zwischen privat-familialer und öffentlich-institutioneller Betreuungssphäre. Eine analytische Auseinandersetzung mit dem Fremdbetreuungsdiskurs im Feld der Pädagogik der frühen Kindheit. In: Bilgi, O./Sauerbrey, U./Stenger, U. (Hrsg): Betreung - ein frühpädagogischer Grundbegriff? Weinheim: Juventa, S. 114-139.
  • Gaßmann, A. (2020): Alltag. In: Schinkel, S./Hösel, F./Köhler, S.-M./König, A./Schilling, E./Schreiber, J./Soremski, R./Zschach, M. (Hrsg.): Zeit im Lebensverlauf. Glossar. Bielefeld: transcript, S. 19-24.
  • Frindte, A. (2017): Bildung, Erziehung [education] and care in German early childhood settings – spotlights on current discourses. In: Journal of Pedagogy. 1. 99-120. (zusammen mit Johanna Mierendorff)
  • Frindte, A. (2016): "Und das Wichtigste ist immer zu vermitteln, ich mag dein Kind" - Professionelle Perspektiven auf interdependente Sorgetätigkeiten in Kindertageseinrichtungen. In: Nentwig-Gesemann, I./Fröhlich-Gildhoff, K./Betz, T./Viernickel, S. (Hrsg.): Forschung in der Frühpädagogik IX. Schwerpunkt: Institutionalisierung früher Kindheit und Organisationsentwicklung. Freiburg: FEL Verlag, S. 85-111
  • Frindte, A. (2016): Zur Organisation von Betreuungs- und Sorgeverhältnissen in der frühen Kindheit. Erzieherinnen zwischen familialer Sorge und öffentlicher Dienstleistung. Working Paper 6 zum DFG-Projekt 'Elementare Bildung und Distinktion'. URL: http://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=41739&elem=2948811
  • Frindte, A. (2016): Kohärenz in Kindertageseinrichtungen – die Organisation als Aushandlungspraxis von Erzieherinnen. Working Paper 5 zum DFG-Projekt 'Elementare Bildung und Distinktion' (zusammen mit Nikolaus Pawlitzki und Thilo Ernst). URL: http://wcms.itz.uni-halle.de/download.php?down=41021&elem=2933160

Dissertationsprojekt / phd-Project

"Alltägliches (Fremd-)Betreuuen - Empirische Annäherungen an die (Betreuungs-)Praxis institutioneller Kindertagesbetreuung

Abstract:

Der Bund initiierte 2005 durch das sogenannte Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) eine Initiative, um eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit auch für Eltern jüngerer Kinder (speziell für Unter-Dreijährige) garantieren zu können. Im sogenannten Kinderförderungsgesetz (KiFöG) schlugen sich diese Argumente 2008 nieder. Seit dem 01.08.2013 wird allen Kindern ab dem vollendeten 1. Lebensjahr ein Anspruch auf einen Ganztagsplatz in einer Kindertageseinrichtung oder in Einrichtungen der Kindertagespflege zugesprochen (§24 (2) SGB VIII). Außerfamiliale Betreuung von Kindern gilt damit als eine öffentlich institutionalisierte Praxis in der Gestaltung des Alltags von Eltern und Kindern und gehört damit zu zeitgenössischer familialer Lebensführung in Deutschland. In Diskursen der Pädagogik der frühen Kindheit ist eine dezidiert soziologische bzw. institutionentheoretische Auseinandersetzung mit dem Betreuungsbegriff selbst eher marginalisiert vorzufinden (vgl. Bilgi/Sauerbrey/Stenger 2020). Betreuung fungiert bislang lediglich als spezifische (Ausgangs)Lage beziehungsweise als Modus der rechtlichen Regulierung von Zuständigkeiten Erwachsener für Kinder. Erst durch das Hinzunehmen der Kategorien Bildung oder Erziehung erhält der Begriff der Betreuung im frühpädagogischen Kontext eine sinnhafte Aufladung. Und zwar, so die These, in dem die quantitativ verbrachte Zeit in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung qualitativ-sinnhaft angereichert wird und durch spezifische pädagogische Konzepte oder Qualitätssiegel nach außen legitimiert werden muss bzw. kann.

In der geplanten Promotion soll eine empirische Annäherung an frühpädagogische Debatten um Betreuungs-Praxis geleistet werden. Ziel ist es, über empirisch erhobene Tätigkeitsprotokolle, teilnehmende Beobachtungen des frühpädagogischen Berufsalltags sowie leitfadengestützte Interviews mit den Professionellen selbst einen Einblick in die spezifisch kulturell bedingten Praktiken des frühpädagogischen Betreuens zu erlangen. Die Heuristik, die der Arbeit zugrunde liegt, orientiert sich methodologisch an Elementen aus der Praxistheorie und des Prozessmodells alltäglicher Lebensführung. Der Begriff Betreuung kann über einen solch analytischen Zugang gänzlich anders in den Blick genommen werden. Betreuendes Handeln wird über eine zeitliche und räumliche Abfolge von empirisch spezifischen BetreuungsTÄTIGKEITEN analytisch aufgebrochen und inhaltlich darstellbar gemacht werden. Ein so möglich werdender unverstellter Einblick in das Tun des Betreuens macht den Prozess „der beständigen Hervorbringung des Sozialen“ (Schäfer 2016: 13) durch „inkorporiertes >>implizites<< Wissen bzw. tacit knowledge“ (Schäfer 2016: 13) und die Herausarbeitung spezifisch alltäglicher Betreuungs-Praktiken möglich.

Bilgi, O./Sauerbrey, U./Stenger, U. (2021): Betreuung – ein frühpädagogischer Grundbegriff? Weinheim: Juventa.

Schäfer, H. (2016): Praxistheorie. Ein soziologisches Forschungsprogramm. Bielefeld: transcript.

Mitgliedschaften

Mitglied im Nachwuchsnetzwerk    der DGS-Sektion Soziologie der Kindheit

Mitglieder in DGfE, Sektion Pädagogik der frühen Kindheit

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