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Forschung

"Exit, Voice, Loyality - 0rganisierte Mitglieder in der Freien Wohlfahrtspflege"

In Deutschland werden öffentliche soziale Dienstleistungen größtenteils durch die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege und deren Mitgliedsorganisationen erbracht. Im empirisch angelegten Forschungsprojekt wird exemplarisch anhand eines Spitzenverbandes der Freien Wohlfahrtspflege auf Landesebene das Verhältnis zwischen Verband und Mitgliedsorganisationen im Hinblick auf Ausgründungsprozesse und Tendenzen einer schleichenden „Verbandsflucht“ untersucht.

Zunächst wird in Form einer Dokumentenanalyse das Verbandsregister im Hinblick auf derartige Phänomene untersucht. Forschungsleitend sind dabei die Fragen, welche Mitgliedsorganisationen Tochtergesellschaften gründen, in welchen Unternehmen Mitglieder des Dachverbandes beteiligt sind und in welchen Aufgabenbereichen derartige Phänomene verstärkt auftreten? In einem zweiten Schritt werden Expert*inneninterviews mit Führungskräften von Mitgliedsorganisationen, geführt, um die zugrundeliegenden Vorstellungen und Begründungsmuster zu erheben und zu analysieren.

Im Forschungsprojekt geht die Erziehungswissenschaftlerin Annkatrin Gack, BA, diesen Fragen nach.

Die Untersuchung wird mit Mittel des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland e.V. gefördert.


Students meet Society - Förderung der Integration von internationalen Studierenden und von Studierenden mit Migrationshintergrund durch
Engagement am Hochschulstandort

Projektleitung:

Dr. Holger Backhaus-Maul (MLU), Christine Sattler (Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V.)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin:

Leonore Grottker

Wissenschaftliche Hilfskraft:

Franziska Grieser
Marcus Andreas Nietzsch
Soni Shah

Laufzeit:

01. März 2016 bis 28. Februar 2019

Fördermittelgeber/in:

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Nürnberg) aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern (Berlin)

Kurzfassung:

Im Mittelpunkt des forschungs- und transferorientierten Pilotprojektes steht das gesellschaftliche Engagement von Studierenden mit Migrationshintergrund (Bildungsinländern, EU-Bürgern und Drittstaatenangehörigen mit längerfristiger Aufenthaltsperspektive) und von internationalen Studierenden (Bildungsausländern); anerkannte Flüchtlinge kommen als weitere Zielgruppe hinzu.

In der ersten Projektphase werden eine (Sekundär-) Analyse vorliegender Studien zur Thematik sowie eine quantitative Untersuchung der Bedarfe von internationalen Studierenden und Studierenden mit Migrationshintergrund an der MLU mittels Print- und Onlinebefragebogen durchgeführt. Im Mittelpunkt der Erhebung stehen dabei Studien- und Lebenssituation, berufliche Perspektiven und "Bleibewunsch" sowie Engagementvorstellungen und –erfahrungen. Zudem werden explorative Interviews mit den thematisch zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Nonprofit-Organisationen zu ihren Erfahrungen mit den oben genannten Zielgruppen durchgeführt, um die Vorstellungen und Deutungen von Fachkräften zu erkunden und um organisationale Gelegenheitsstrukturen und Hemmnisse zu identifizieren.

In Form eines forschungsbasierten Wissens- und Erfahrungstransfers werden auf dieser Grundlage Studierende und Nonprofit-Organisationen auf ihre Zusammenarbeit vorbereitet und beratend unterstützt. Das Projekt zielt darauf ab, die gesellschaftliche Partizipation und Integration der genannten Zielgruppen während ihres Studiums zu unterstützen und ihre Verbleibperspektive in Deutschland nach erfolgreichem Studienabschluss durch Integration in die Gesellschaft im Allgemeinen und den Arbeitsmarkt im Besonderen zu verbessern.

„Students meet Society. Förderung der Integration von internationalen Studierenden und Studierenden mit Migrationshintergrund durch Engagement am Hochschulstandort“ wird in Kooperation zwischen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg/Philosophische Fakultät III – Erziehungswissenschaften und der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. durchgeführt und als Pilotprojekt forschungsbasierte Transfererkenntnisse generieren, die auch für andere Hochschulen und Nonprofit-Organisationen von Interesse und Bedeutung sind.

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