Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Juliane Nordhaus M. A.

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Juliane Schwenk-Nordhaus M. A.

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Juliane Schwenk Nordhaus M. A.

Arbeitsschwerpunkte

  • Heim- und Pflegefamilienforschung
  • Doing family im sozialpädagogischen Alltag
  • Ethnografie in den Hilfen zur Erziehung
  • Organisationspädagogik

Promotionsvorhaben

Arbeitstitel

Pflegefamilie zwischen personenbezogener sozialer  Dienstleistung und Familialität. Eine ethnografische Untersuchung zum  (un-)doing family in Pflegefamilien

Kurzbeschreibung Promotionsvorhaben

Die Promotion schließt an eine  sozialwissenschaftliche Entwicklung an, in der Familie als  Herstellungsleistung verstanden und damit Praktiken in den Blick genommen werden, die Familie als Praxisformation hervorbringen. Hier schließt das Dissertationsvorhaben zur Hervorbringung von Pflegefamilien  an. Viele, wenn auch nicht alle Pflegefamilien ringen darum, ‚ganz  normale‘ Familien zu sein, obwohl sie es strukturell durch ihre  Organisationsförmigkeit, die sie überhaupt erst als Familie möglich  machen, nicht sind. Dadurch entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen ihrer Grundlegung als personenbezogene soziale Dienstleistung und ihrer alltäglichen Praxis. Bisherige sozialpädagogische Forschung legt den  Schwerpunkt auf das Gelingen von Familialität in Pflegefamilien, wobei  auch hier die Besonderheiten spezifischer Belastungen der Pflegefamilien  immer wieder betont werden. Die Frage nach der Herstellung von Familialität gestaltet sich somit für Pflegefamilien als  Herausforderung. Die neueren familiensoziologischen Ansätze sind für die  Forschung zu Formen der Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen  geeignet, weil hier nicht gesetzt wird, was automatisch eine Familie ist, sondern es möglich ist, die je spezifische Praxisformation von  Familialität vergleichend von den alltäglichen Herstellungspraktiken aus  zu rekonstruieren. Da aber Pflegefamilien auch eine personenbezogene  soziale Dienstleistung sind, wird die Herstellung von Familialität immer  wieder irritiert, wenn nicht sogar fraglich. Dieses geschieht an den Schwellen der Übergänge (Anfang und Ende der personenbezogenen sozialen Dienstleistung, aber auch bei der mehr oder weniger sich regelmäßig vollziehenden Hilfeplanung). Aus diesem Grunde liegt der Fokus nicht nur  auf dem doing, sondern auch auf dem undoing family sowie die Form wie  diese Praktiken des undoing family wiederum Effekte auf das doing  familiy hervorbringen.

Dabei wird die Frage verfolgt, wie sich (un-)doing family in der  Pflegefamilie vollzieht und welche Effekte sich davon für die  spezifische Praxisformation von Familialität im Pflegefamilien ergeben.

In der Promotion wird ein (auto)-ethnografischer Zugang verfolgt.  Durch die ersten Erhebungen wurde bereits deutlich, wie angesichts der  strukturellen Schwierigkeiten überhaupt Familie sein zu können, sich  Formen von ‚Hyperfamilalität‘, eine ideologisch übersteigerte Form von  Familialität, als Beobachtungsgegenstand herauskristallisierten. Vor  diesem Hintergrund wird in meiner Dissertation nicht nur die Herstellung  von Familialität mit dem Konzept des (un)-doing familiy verfolgt,  sondern auch das Konzept einer Hyperfamilialität als gegenstandsverankerte Theorie von Pflegefamilien entwickelt.

Betreuer des Disserationsvorhabens

Erstbetreuerin: Prof.‘in Dr. Bettina Hünersdorf

Zweitbetreuer: Prof. Dr. Stephan Köngeter


Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Fachgesellschaften

  • Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH)

Kurzvita

  • 04/2018 – lfd.                     
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg
  • 11/2015 – 03/2018            
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin Universität Trier
  • 02/2012 – 04/2018              
    VHS Norderstedt – Kursleitung für Menschen mit Behinderung
  • 08/2015 – 02/2016            
    Projektmitarbeiterin „KomPädenZ Potenzial“ Leuphana Universität Lüneburg
  • 05/2014 – 10/2015            
    ASD Fallmanagement im Jugendamt Hamburg- Bergedorf
  • 09/2013 – 03/2014            
    Werkstudentin bei der Airbus Group zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“
  • 10/2011 – 12/2013              
    Universität Hildesheim
    Masterstudium Sozial- und Organisationspädagogik
  • 10/2008 – 09/2011              
    Universität Hildesheim
    Bachelorstudium Sozial- und Organisationspädagogik

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